Käfer
- Australischer Diebkäfer – Ptinus tectus
Aussehen:
Dieser Käfer hat eine kurze ovale Körperform und erreicht eine maximale Größe von 4 mm. Er weist eine hellbraune bis kastanienbraune Färbung auf. Auf jeder der beiden Vorderflügelseiten sind 10 Längslinien erkennbar. Auf den Seiten des Halsschildes hat er jeweils 2 kleine Höcker. Der Käfer ist durch seine verkürzten Hinterflügel flugunfähig.
Fortpflanzung:
Ein Weibchen kann bis zu 900 Eier in ihrem Leben ablegen. Diese werden einzeln oder in kleinen Gruppen direkt in die Nahrung platziert. Die Larven schlüpfen nach ca. 14 – 16 Tagen. Sie bohren sich in Pappe, Kunststoff, Leder o. ä. und verpuppen sich dort. Die gesamte Entwicklung dauert ca. 2 – 4 Monate.
Ein Australischer Diebkäfer kann bis zu 2 Jahre alt werden.
Lebensweise:
Diese Käferart ist sowohl in der Natur als auch bei uns Menschen in den Haushalten aufzufinden.
Sie ernähren sich von tierischen und pflanzlichen Vorräten. Z. B. Gewürze, getrocknete Früchte, Grieß, aber auch Vogelfutter gehört auf ihren Speiseplan.
Da sie Vorräte und auch Textilien zerstören und Nahrungsmittel ungenießbar machen gelten Sie sowohl als Vorratsschädling als auch als Materialschädling. - Brotkäfer – Stegobium paniceum
Aussehen:
Die Larve eines Brotkäfers ist ca. 5 mm lang, weiß, behaart und hat einen bräunlichen Kopf. Der Käfer ist rost- bis rotbraun gefärbt und ca. 3 mm groß. Er kann sehr gut fliegen und besitzt einen länglich ovalen Körper.
Fortpflanzung:
Ein Weibchen kann ca. 100 Eier während ihres Lebens ablegen. Nach ca. 2 – 3 Monaten entwickeln sich die Jungtiere durch 4 Stadien zu geschlechtsreifen Tieren.
Lebensweise:
Die Brotkäfer suchen sich ihren Lebensraum in menschlichen Siedlungen. Hauptsächlich findet man sie in Haushalten, Lagerräumen und Vorratskammern. Sie leben im Verborgenen. Die ideale Temperatur für einen Brotkäfer liegt bei ca. 25° C.
Der Brotkäfer gilt als Vorratsschädling.
Durch die Fraßschäden der Larven und den Kot werden Lebensmittel verunreinigt und zerstört. Sie sind allerdings keine Krankheitsüberträger. - Gefleckter Pelzkäfer – Attagenus pellio
Aussehen:
Der Pelzkäfer hat eine Größe von 3,5 – 5 mm. Seine Farbe ist dunkelbraun bis schwarz. Auf jeder Flügelseite hat er einen weißen Fleck.
Fortpflanzung:
Ein Weibchen legt ca. 40 – 50 in ihrem Leben ab. Diese Eier werden direkt an der Nahrungsquelle platziert, wie z. B. auf Pelzen, Teppichen oder auch Materialien aus Haaren, Federn und Fellen. Die komplette Entwicklungsdauer kann bis zu 3 Monate dauern.
Lebensweise:
Die Pelzkäfer leben hauptsächlich in Gebäuden in denen sich o. g. Nahrungsquellen befinden. Außerhalb von Gebäuden findet man Pelzkäfer, z. B. in Nestern.
Sie gelten als Materialschädling, da die Larven die Felle und Teppiche, u. a., zerstören. - Gelbbrauner Diebkäfer – Ptinus clavipes
Aussehen:
Dieser Käfer wird bis zu 3 mm groß. Das Weibchen hat eine hellbraune Färbung. Das Männchen hingegen ist hellbraun bis gelblich gefärbt. Das Weibchen hat auf beiden Flügeldecken mehrere parallel verlaufende Punktreihen.
Fortpflanzung:
Die Eier werden direkt in die Nahrung gelegt. Die Entwicklung kann bis zu einem Jahr andauern. Allerdings kann sich dieser Käfer auch an Rattenkot entwickeln.
Lebensweise:
Der Gelbbraune Diebkäfer ist sowohl in der Natur als auch in Haushalten anzufinden. Allerdings braucht dieser Käfer eine kühle und feuchte Umgebung um sich entwickeln zu können. Er ernährt sich von tierischen als auch von pflanzlichen Nahrungsmitteln, z. B. Kamillentee, Trockenfrüchte, Kakao aber auch Federn und andere Fasern stehen auf seinen Speiseplan.
Er gilt als Vorratsschädling. - Gemeiner Speckkäfer – Dermestes lardarius
Aussehen:
Die Larve hat eine Größe von 3 – 14 mm und eine ovale Körperform. Die Farbe ist braun bis schwarz und die Rückseite ist behaart. Die Puppe ist elfenbeinfarbig und hat eine Größe von 8 – 10 mm. Der Käfer ist länglich oval und hat eine Größe von ca 9 – 12 mm. Die Grundfarbe des Käfers ist dunkelbraun bis schwarz mit einer auffälligen gelben Querbinde mit 6 schwarzen Punkten.
Fortpflanzung:
Ein Weibchen legt bis zu 160 Eier in ihrem Leben auf einen geeigneten Platz. Meist verstecken sich die geschlüpften Larven unter Fußleisten und in anderen dunklen Ecken. Die gesamte Entwicklung der kann bis zu 2 Monate andauern.
Lebensweise:
Speckkäfer suchen sich ihren Lebensraum in vermüllten und verwahrlosten Wohnungen, z. B. auch bei Leichenwohnungen. Sie verstecken sich in Fugen und Leisten.
Die Larven bohren sich in feste Materialien, wie z. B. Holz.
Ideale Lebensbedingungen für einen Speckkäfer liegen bei ca. 25° C. Sie gelten sowohl als Hygiene- als auch als Materialschädling. - Getreidekapuziner – Rhizopertha dominica
Aussehen:
Dieser Käfer wird ca. 3 mm groß und hat eine schwarzbraune Färbung. Er hat eine zylinderartige Körperform. Sein Halsschild ist wie eine Kapuze über seinen Kopf gestülpt. Zusätzlich kann dieser Käfer sehr gut fliegen. Auf seinen Flügeldecken befinden sich mehrere Längsreihen und grobe, kleine Punkte.
Fortpflanzung:
Ein Weibchen kann bis zu 500 Eier in ihrem Leben legen. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven. Diese bohren sich in bereits vorgeschädigtes Korn und entwickeln sich dort zum Käfer. Diese Entwicklung kann, je nach Temperatur, 4 – 8 Wochen dauern.
Lebensweise:
Diese Käfer sind hauptsächlich in vorgeschädigten, minderwertigen, verstaubten Getreide anzufinden, da sie sich ausschließlich darin entwickeln.
Sie gelten als Vorratsschädling, da sie das Getreide beschädigen oder ganz vernichten können - Khaprakäfer – Trogoderma granarium
Aussehen:
Der Khaprakäfer ist ca. 2 – 3 mm groß und hat eine braune bis rotbraune Färbung. Wobei der Kopf dunkler als der Rest des Körpers ist.
Die Larven haben eine gelbliche Färbung und sind leicht behaart.
Fortpflanzung:
Ein Weibchen legt bis zu 80 Eier innerhalb von 6 Tagen ab. In 2 – 5 Tagen schlüpfen die Larven. Die Entwicklung der Larven ist bei einer optimalen Temperatur in ca. 4 Wochen abgeschlossen. Wenn die Temperatur kühler ist, dann kann die Entwicklung bis zu 2 – 3 Jahren andauern. Der ausgewachsene Käfer lebt maximal 2 Wochen.
Lebensweise:
Den Khaprakäfer findet man in Getreidespeichern, Lebensmittellagern und Warenhäusern, u. a. Die Laven können erhebliche Schäden in den Vorräten anrichten. Bis zu 70 % des Gelagerten können die Larven je nach Befall zerstören.
Sie gelten als Vorratsschädlinge, aber auch als Hygieneschädlinge, da das kontaminierte Produkt einen Magen-Darm-Virus hervorrufen kann. - Kornkäfer – Sitophilus granarius
Aussehen:
Ein Kornkäfer ist 3 – 5 mm groß und hat eine glänzende dunkelbraune Farbe. Auf den hinteren Teil verlaufen punktierende Längsstreifen. Er hat einen rüsselartig verlängerten Kopf.
Fortpflanzung:
Das Weibchen bohrt mit Hilfe ihres Rüssels ein Loch in das Korn. Dort legt sie ein Ei hinein und verschließt das Loch anschließend mit Sekret. Die Entwicklung dauert ca. 4 – 5 Wochen und findet ausschließlich im Korninneren statt. Ein Weibchen kann bis zu 250 Eier in ihrem Leben ablegen, wobei nur ein Ei pro Korn gelegt wird.
Lebensweise:
Die Kornkäfer findet man hauptsächlich in Getreidelagern, Mühlen usw. an. Sie gelten als Vorratsschädling. Sie greifen nur unbeschädigtes Getreide an und sind Mitverursacher für den Befall von anderen Schädlingen. Für die, die ausschließlich beschädigtes Getreide angreifen. - Kräuterdieb – Ptinus fur
Aussehen:
Der Kräuterdieb ist ein ca. 5 mm großer, bräunlich gefärbter Käfer. Seine Flügeldecken weisen mehrere Längslinien, die aus zahlreichen Punkten bestehen, auf. Außerdem fallen auf den Flügeldecken jeweils 2 helle, längliche Flecken auf.
Das Weibchen hat verkürzte Hinterflügel, dadurch ist es flugunfähig.
Die Männchen hingegen können fliegen.
Fortpflanzung:
Ein Weibchen kann bis zu 40 Eier in ihrem Leben legen. Diese werden direkt an die Nahrung abgelegt. Die komplette Entwicklung dauert ca. 4 – 5 Monate an. Unter 10° C können die Larven sich nicht weiterentwickeln.
Lebensweise:
In der Natur findet man diesen Käfer hauptsächlich in Vogelnestern. Für uns Menschen ist der Kräuterdieb ein Vorrats- sowie Materialschädling, da er durch seine Fraßtätigkeit ganze Vorräte vernichten kann und durch den Kot Vorräte verunreinigt.
Auf seinem Speiseplan stehen u. a.: Getreide, Backwaren, Tabak, Tee, Kakao, Leder, aber auch geräucherte Wurst- und Fleischwaren. - Kugelkäfer – Gibbium psylloides
Aussehen:
Der Kugelkäfer hat eine Größe zwischen 1,6 und 2,4 mm. Er hat eine rotbraune, blanke Färbung. Der Kugelkäfer ist fluguntauglich.
Fortpflanzung:
Ein Weibchen legt zwischen kann bis zu 150 Eier in ihrem Leben legen. Nach ca. 6 – 12 Tagen schlüpfen die Larven.
Die Entwicklungszeit kann bis zu 14 Wochen andauern.
Lebensweise:
Der Kugelkäfer ist hauptsächlich in Vorratslagerräumen zu finden. Besonders in Fachwerkshäusern versteckt und lebt er in den Zwischendecken.
Eine optimale Raumtemperatur liegt zwischen 30 und 33° C.
Der Kugelkäfer gilt als Vorratsschädling, da die Larven des Käfers die gelagerten Lebensmittel zerstört. - Messingkäfer – Niptus hololeucus
Aussehen:
Die Eier sind weißlich rund. Sie haben eine klebrige Oberfläche und sind bis zu 1 mm groß.Die Larve ist gelblich und hat einen braungelben Kopf. An den Seiten hat sie rote Längsstriche und leichte rote Behaarung. Die Larve erreicht eine Größe von ca. 8 mm.
Der ausgewachsene Käfer erreicht eine Größe von ca. 5 mm und hat einen Kugelförmigen Körper. Die Farbe des Käfers ist rotbraun mit einer gelblichen feinen Behaarung.
Fortpflanzung:
Ein Weibchen kann bis zu 50 Eier in ihrem Leben ablegen. Diese werden direkt in die Nahrung der Larven gelegt. Wie z. B. in Getreide oder Backwaren. Die Entwicklungszeit, je nach Lebensbedingung, kann bis zu 8 Monate andauern.
Lebensweise:
Der Messingkäfer sucht sich seinen Lebensraum nicht in den Städten, sondern eher in älteren Gebäuden, wie z. B. Mühlen, Bäckereien und alten Fachwerkhäusern mit einer Lehm / Strohmischung in den Zwischendecken und Fußböden.
Sie gelten nicht als Schädling, sondern eher als Lästling. - Museumskäfer – Anthrenus museorum
Aussehen:
Der Museumskäfer ist ca. 2 – 4 mm groß und hat einen runden Körper. Die Grundfarbe des Käfers ist dunkel bis schwarz mit sehr vielen ockergelben Farbtupfen. Man kann eine schwache Querlinie erkennen.
Die Larve ist stark behaart. Diese Haare haben am oberen Körperbereich eine braune Färbung und am Bauchbereich eine eher hellere Färbung.
Fortpflanzung:
Ein Museumskäferweibchen kann bis ca. 20 – 30 Eier im Leben ablegen. Die Entwicklungsdauer liegt zwischen 7 und 14 Monaten.
Lebensweise:
Ein Museumskäfer ist am häufigsten in zoologischen Einrichtungen oder auch Museen anzutreffen. Dort können die Larven erhebliche Schäden anrichten z. B. an ausgestopften Tieren oder an wertvollen Textilien.
Daher gelten sie als Materialschädling. - Reiskäfer – Stitophilus oryzae
Aussehen:
Der Reiskäfer ist ein ca. 3 mm großer, länglicher, glänzender Käfer. Seine Flügeldecken sind rotbraun bis schwarz gefärbt. Auf seinem hinteren Leib befinden sich schwache orangene Flecken.
Fortpflanzung:
Der Reiskäfer bohrt mit seinem Rüssel ein Loch in ein Korn, dort legt er ein Ei hinein und verschließt das Loch mit einem Sekret. Ein Reiskäfer legt bis zu 500 Eier in seinem Leben innerhalb weniger Tage ab.
Die gesamte Entwicklung kann im Winter bis zu ca. 90 Tagen andauern. Diese Entwicklung findet ausschließlich im Inneren des Getreidekorns statt. Erst der völlig entwickelte Käfer bohrt sich aus dem Korn.
Lebensweise:
Der Reiskäfer lebt z. B. in Getreidelager oder Futtermittelhandlungen, wo er einen erheblichen Vorratsschaden anrichtet. Deshalb gilt er als ein Vorratsschädling - Rotbrauner Leistenkopfplattkäfer – Cryptolestes ferrogineus
Aussehen:
Der rotbraune Leistenkopfplattkäfer ist, wie der Name sagt ein platter, ca. 2 mm großer / kleiner, rotbraun gefärbter Käfer. Am Halsschild und am Kopf befinden s ich dunklerer Längsleisten. Er besitzt Flügel, die er bei höheren Temperaturen auch sehr gut benutzen kann.
Fortpflanzung:
Ein Weibchen kann bis zu 200 Eier im Leben ablegen. Diese werden direkt in die Nahrung abgelegt. Die komplette Entwicklungsdauer beträgt, je nach Temperatur, ca. 1 – 3 Monate.
Lebensweise:
Diese Käfer trifft man hauptsächlich z. B. in Getreidelagern an. Aber auch in Haushalten haben sie ihren Lebensraum gefunden.
Sie gelten als Vorratsschädling. - Tabakkäfer – Lasioderma serricorne
Aussehen:
Der Tabakkäfer hat eine maximale Größe von 3 mm. Er ist ein rotbraun gefärbter, behaarter, flugfähiger Käfer. Sein Halsschild ist wie eine kleine Kapuze geformt.
Fortpflanzung:
Innerhalb 1 – 2 Wochen legt ein Weibchen im Leben bis zu 100 Eier direkt an die Nahrung ab. Bevorzugt legen sie ihre Eier in Tabakprodukte wie z. B. Zigarren. Die Entwicklungszeit beträgt bei einer Temperatur von 30° C 4 – 5 Wochen. Diese Zeiten können erheblich verlängert werden je niedriger die Temperatur ist. Bei einer Temperatur unter 17° C erfolgt keine Entwicklung mehr.
Lebensweise:
Diese Käfer befallen vorzugweise Tabakprodukte. Aber auch andere pflanzliche und auch tierische Produkte bleiben vor ihnen nicht verschont, wie z. B.: Knäckebrot, Getreideprodukte, Kräutertees, Gewürze, Trockenfisch u. a.
Sie gelten als Vorratsschädling. - Wollkrautblütenkäfer – Anthrenus verbasci
Aussehen:
Dieser Käfer hat die Form eines Marienkäfers und ist ca. 3 mm groß. Er hat eine dunkelbraune Grundfarbe und ein variables hellbraunes und weißes Schuppenmuster. Auf den Flügeldecken befinden sich in der Regel 3 gut sichtbare weiße, wellenförmige Querbinden.
Fortpflanzung:
Ein Weibchen kann bis zu 30 Eier im Leben ablegen. Die Entwicklungsdauer kann bis zu einem Jahr betragen. Die Weibchen legen ihre Eier geschützt in Ritzen und Falten direkt an der Nahrung ab. Der Käfer lebt ca. 2 Wochen.
Lebensweise:
Der Wollkrautblütenkäfer kommt häufig in Lagern und Wohnungen sowie in Museen und Teppichhäusern vor. Sie ernähren sich von Wolltextilien, Teppichen, ausgestopften Tieren, aber auch von Wurstprodukten und Schinken. Sie gelten als Vorrats- und Materialschädling. Vor allem in Museen können sie erhebliche Schäden an ausgestopften Tieren, aber auch an wertvollen Textilien anrichten.
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