Holzschädlinge

  • Echter Hausschwamm – Serpula lacrymans

    Aussehen:
    Den Echten Hausschwamm erkennt man am weißen, watteartigen Pilzgeflecht an der Holzoberfläche. Die Fruchtkörper des Schwamms haben eine zimtbraune Färbung mit einem weißen Rand. Seine Stränge weisen eine helle bis silbrige Färbung auf.

    Verbreitung und Lebensweise:
    Der Echte Hausschwamm greift nur Totholz und schon verbautes Holz an. Vorzugweise Nadelhölzer. Er braucht eine feuchte und nicht zu kalte Umgebung um wachsen zu können. Die Temperaturen reichen von 17 – 22° C. Durch seine Stränge, über die er meterweit Wasser transportieren kann, ist er in der Lage auch am trockenen Holz weiter zu wachsen. Es reicht aus, dass nur ein Strang Zugang zu einer Wasserquelle hat. Selbst Mauerwerk und Beton sind für ihn kein Hindernis. Meist sind die Fruchtkörper des Schwamms am Mauerwerk erkennbar.

    Die Stränge hingegen wachsen im Verborgenen. Er kann ganze Gebäude zerstören. Der Schwamm entzieht dem Holz die Cellulose und Feuchtigkeit. Somit wird das Holz brüchig und zerfällt bei einem starken Befall zu Staub. Außerdem ist er ein Verursacher von Braunfäule.

  • Gemeine Holzwespe – Sirex juvencus, auch stahlblaue Holzwespe

    Aussehen:
    Diese Holzwespenart erreicht eine Größe von bis zu 40 mm. Wobei die Männchen kleiner sind als die Weibchen. Diese haben im Gegensatz zu den Männchen eine schwarz-blaue metallisch glänzende Ganzkörperfärbung, und die Männchen haben am hinteren Leib eine gelbliche Färbung.

    Fortpflanzung:
    Ein Weibchen kann bis zu 500 Eier in ihrem Leben legen. Diese werden in noch stehenden, geschwächten oder gerade gefällten Nadelbäumen abgelegt. In bereits verbautem und trockenem Holz werden keine Eier abgelegt. Die Entwicklung der Larven kann je nach Lebensbedingungen 3 – 6 Jahre, bei sehr schlechten Bedingungen sogar noch länger dauern. Die Ausfluglöcher haben einen Durchmesser von ca. 7 mm und sind kreisrund.

    Lebensweise:
    Die Holzwespe ist ein Einzelgänger. Nachdem sie geschlüpft sind und sich gepaart haben, suchen sie einen geeigneten Baum für ihre Eier. Nachdem sie diese abgelegt haben, sterben sie.

    Die Holzwespen legen ihre Eier ausschließlich frisches Holz.Es kommt trotzdem vor, dass man Ausflugslöcher im verbauten Holz findet. Es ist dann so, dass der Baum erst nach der Eiablage gefällt oder verarbeitet wurde.



    Sie gelten nicht als Schädling, sind allerdings ein großer Lästling.

  • Gewöhnlicher Nagekäfer – Anobium punctatum

    Aussehen:
    Dieser Käfer hat eine graubraune Färbung und eine zylinderähnliche Körperform. Auf seinen Flügeldecken befinden sich grobe Punktreihen. Er erreicht eine maximale Größe von 4 mm.

    Fortpflanzung:
    In ihrem Leben legt ein Weibchen bis zu 50 Eier. Diese werden sowohl in Nadelholz als auch in Laubholz gelegt. Die Entwicklung der Käfer kann zwischen 3 – 8 Jahren andauern. Der Käfer selbst lebt nur 3 Wochen.

    Lebensweise:
    Diese Käfer sterben nach der Eiablage. Die Larven fressen sich sofort nach dem Schlüpfen in das Holz worin die Entwicklung stattfindet. Nachdem die Entwicklung abgeschlossen ist nagen sie sich aus dem Holz und fliegen fort, um sich zu paaren. Die Käfer richten nur Schaden in Form der Ausfluglöcher an. Die Larven zerstören das Holz.

  • Hausbock – Hylotrupes bajulus

    Aussehen:
    Der Hausbock hat eine braune bis schwarze Färbungund eine feine gräuliche Behaarung. Wobei die Fühler und Beine sind heller. Auf den Flügeldecken sind zwei Paar weiße Haarflecken zu erkennen. Seine Antennen sind halb so lang wie der Körper.

    Ein Männchen kann eine Länge von bis zu 16 mm erreichen und ein Weibchen kann maximal 20 mm groß werden.

    Fortpflanzung:
    Ein Weibchen kann bis zu 1000 Eier in ihrem kurzen Leben legen. Diese werden in Rissen oder Vertiefungen in abgestorbenen Nadelhölzern gesetzt. Nach ca. 2 – 3 Wochen schlüpfen die Larven. Die gesamte Entwicklung kann bis zu 10 Jahren andauern. Der ausgewachsene Käfer wird nur 3 – 4 Wochen alt.

    Lebensweise:
    Die Käfer sterben nach der Eiablage. Die Larven fressen und zerstören hauptsächlich das Splintholz bei Nadelhölzern. Nur die Larve beschädigt und zerstört das Holz. Der Käfer macht nur beim Ausfliegen einen Schaden und zwar mit dem Ausflugsloch. Die Käfer suchen sich mit Vorliebe nicht imprägniertes Nadelholz. Im Haus sind oft die Dachbalken betroffen.

  • Kellerschwamm – Coniophora

    Aussehen:
    Der Kellerschwamm ist ein anfangs weißes und später bräunlich bis schwarzes Pilzgeflecht. Die Stränge sind dünn und strahlenartig. Die Fruchtkörper sind hellbraun bis olivbraun gefärbt. Anfangs haben diese eine weißgelbe Umrandung, die sich mit zunehmendem Alter ins braungelbe verändert. Charakteristisch für diese Pilzart sind die warzenförmigen Erhebungen auf den Fruchtkörpern.

    Verbreitung und Lebensweise:
    Der Kellerschwamm tritt sowohl in Neubaugebäuden als auch in Altbaugebäuden auf. Dieser Pilz tritt nicht nur im Kellerbereich auf, sonder kann sich im ganzen Haus verbreiten. Es muss nur eine ausreichende Holzfeuchte (50 – 60 %) vorhanden sein. Der größte Teil eines solchen Pilzes lebt im inneren des Holzes. Von außen kann man einen Befall nur schwer erkennen, da er nur selten Fruchtkörper bildet, an denen man ihn schnell erkennen könnte. Der Kellerschwamm ist nicht in der Lage auf längere Strecken Wasser zu transportieren. Die maximale Entfernung einer Wasserquelle darf 30 cm nicht übersteigen. Der Pilz würde dann austrocknen und nicht mehr weiter wachsen. Der Kellerschwamm entzieht dem Holz die Feuchtigkeit und ellulose und kann damit ganze Gebäude zerstören. Außerdem ist er ein Verursacher von Blaufäule.

  • Weißer Porenschwamm – Antrodia vaillanti(auch "Breitsporiger Porenschwamm)

    Aussehen:
    Die Fruchtkörper sind eckig und liegen flach am Holz auf. Frische Fruchtkörper haben ein weißes, weiches Polster. Die älteren Fruchtkörper sind hingegen hart und haben korkartige Polster und sind gelblich gefärbt. Die Myzel sind watteartig.

    Verbreitung und Lebensweise:
    Dieser holzzerstörende Pilz wächst sternenförmig (Eisblume), vorwiegend auf Nadelhölzern und selten auf Laubhölzern. Er braucht eine Holzfeuchte von mindestens 40 % um weiter zu wachsen. Die ideale Temperatur bewegt sich zwischen 25 und 30° C. Bei einer geringeren Holzfeuchte verfällt der Schwamm in eine Starre. Dort kann er bis zu 10 Jahren ausharren. Es gibt allerdings auch Fälle, in dem dieser Porenschwamm bis zu 30 Jahren ausgeharrt hat. Sobald eine neue Feuchtigkeitsquelle zur Verfügung steht, wächst er weiter.

    Seine Stränge kann man nicht brechen, auch im trockenen Zustand nicht.